Geschichte der Shiatsu- Massage
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Japan verschieden Formen der energetischen Körperarbeit und manuellen Behandlungsmethoden kombiniert und unter dem Namen Shiatsu vereint.
Wörtlich übersetzt bedeutet Shiatsu "Fingerdruck", die Anwendung umfasst jedoch weit mehr: zur Berührung wird der ganze Körper eingesetzt. Dabei arbeitet die/der Anwendende weniger mit Muskelkraft als mit ihrem/seinem Körpergewicht und versucht, während der Anwendung eine enegetische Beziehung zu den Kundinnen und Kunden herzustellen. Von den Anwendenden ist Achtsamkeit, Sensibilität und Offenheit gefragt.

Obwohl der Begriff Shiatsu erst Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan geprägt wurde, ist die Anwendngsmethode tief in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwurzelt.
Im Westen wurde Shiatsu durch den Japaner Tokujiro Namikoshi bekannt, die der Methode nach dem zweiten Weltkrieg in die USA brachte. In Japan distanizierte man sich inzwischen von den Prinzipien der TCM.
In den 1970er-Jahren hat sich der japanische Shiatsu-Therapeut Shizuto Masunaga als Schüler von Namikoshi aber wieder den überlieferten Vorstellungen der fernöstlichen Medizin (TCM) zugewandt und großen Einfluss auf die Entwicklung der Shiatsu-Massage in der Welt ausgeübt.
Die Grundlagen des Konzepts von Masunaga sind:
- die Meridianlehre mit dem Energiefluss Qi/Ki
- das dynamische Prinzip von Yin unf Yang
- die Lehre der Fünf Elemente
Masunaga erkannte, dass man durch die arbeit an den Energiebahnen (Meridianen) alle Organe im Körper erreicht und damit körperliches und seelisches Wohlbefinden erzeugen kann.
Die Shiatsu-Massage wird weltweit sowohl therapeutisch-heilend als auch präventiv eingesetzt. Während im therapeutischen Shiatsu gezielt einzelne Störungszustände der Elemente diagnostiziert und behandelt werden, wird in der prävetiven Shiatsu-Massage der gesamte Körper gleichmäßig in allen Wnadlungsphasen aktiviert und harmoniesiert. Dies geschieht durch eine entspannende Shiatsu- Ganzkörpermassage, die sich mit ihren Abläufen und Grifftechniken an den Meridianen orientiert und den Fluss der Lebensenergie Qi mobilisiert.
Bei dieser Massage müssen sich die Kundinnen und Kunden nicht ausziehen, sondern tragen während der Anwendung leichte, bequeme Kleidung. Es wird weder Öl noch Lotion benötigt. Außerdem wird die Massage auf dem Boden ausgeführt.
Der Grund für die Nähe zum Boden ist fest in der japanischen Kultur verankert. Durch den Kontakt zum Boden ist die Schwerkraft unmittelbar wahrzunehmen. Im fernöstlichen Weltbild ist die Erde das Zentrum der Kraft und sorgt für Stabilität und Halt. Deshalb wird die Shiatsu-Massage als traditionsreiche Massageart in Erdnähe/auf dem Boden auf einer Matte, ausgeführt.
Quelle: SGD
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